Eine interessante Möglichkeit Windenergie zu Speichern!

Offshore Storage-Systeme & Windkraft | Neues Konzepr der EnergiespeicherungWindenergie gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung, doch noch stehen keine adäquaten Speichertechnologien zu Verfügung, um einen kontinuierlichen Energietransfer zu gewährleisten. Im Fall einer Flaute liefern diese Anlagen einfach keinen Strom. Wissenschaftler des MIT (Massachusetts Institute of Technology) schlagen nun in einem Konzept vor, diese Energie am Ort der Erzeugung zu speichern.

Neue Technologie könnte den Schlüssel zur Energiespeicherung liefern!Ihr Konzept sieht vor, Windkraftanlagen auf einer schwimmenden Plattform zu installieren, wobei die Verankerung dieser Plattform mit einer oder mehreren riesigen Betonkugeln am Meeresgrund erfolgen soll. Diese Betonkugeln, welche einen Durchmesser von ca. 30 m haben und innen hohl sind, dienen nicht nur zur Verankerung, sondern gleichzeitig als Energiespeicher.

 

Nach dem Konzept sollen die Kugeln bei einer Flaute bzw. einem Mehrbedarf an Energie, mit Wasser gefüllt werden und hierbei eine Turbine mit Generator zur Stromerzeugung antreiben. Reicht die Windenergie aus, um die Rotorblätter der Windkraftanlagen zu bewegen und somit Strom zu erzeugen, wird ein Teil des erzeugten Stromes dazu benutzt, um das Wasser wieder aus den Kugeln zu pumpen. Die Forscher rechnen damit, dass eine Kugel, welche sich in ca. 400 m Tiefe befindet, bis zu 6 MW/h liefern könnte. Nach den Berechnungen der Forscher des MIT könnten 1000 dieser Kugeln über Stunden so viel Strom liefern, wie ein Kernkraftwerk, dass Zweifelsfall bei Energiemangel zugeschaltet werden müsste.

Offshore Storage-Systeme die mit Windenergie gespeißt werden, erlauben es andere Kraftwerke abzuschalten!Diese Technologie könnte auch dazu genutzt werden bestehende Kohlekraftwerke abzuschalten, welche heutzutage dazu eingesetzt werden Spitzenbelastungen abzufangen. Der Vorteil dieser Konstruktion zeichnet sich besonders dadurch aus, dass man hier keine Vorlaufzeit bzw. Zeit zum Hochfahren der Anlagen verliert. Bei Kohle- oder Atomkraftwerken kann die Vorlaufzeit schon mal einige Stunden in Anspruch nehmen. Innerhalb kürzester Zeit können die Kugeln geflutet werden und eine entsprechende Stromversorgung realisiert werden. Ebenso schnell lässt sich natürlich auch die erzeugte elektrische Energie wieder abschalten.

Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, diese Anlagen zur Grundlastsicherung zu verwenden und bei Bedarf könnte sogar Energie aus Solaranlagen bzw. anderen Grundlastkraftwerken gespeichert werden. Die Kugeln hätten ein Gewicht von einigen 1000 Tonnen bei einer Wanddicke von ca. 3 m und könnten, ähnlich wie ein künstliches Riff verwendet werden. Man rechnet pro Kugel mit einem Investitionsvolumen von ca. 12 Millionen Dollar. Die Erzeugungskosten für den Strom würden sich bei diesen Anlagen auf ca. sechs Cent pro Kilowattstunde belaufen.

 

Ebenfalls ein großer Vorteil dieser Anlagen ist es, dass man bezüglich der Standortauswahl keinen stärkeren Reglementierungen unterworfen ist. Die optimale Tiefe für den Einsatz der Kugeln beträgt 750 m. Die Kosten würden sich im Laufe der Zeit sogar noch reduzieren. Ebenfalls ein positiver Aspekt dieser Anlagen ist, dass sich die Offshore-Windanlagen zentralisiert auf einer Plattform befinden und so eventuelle Wartungsarbeiten relativ zügig und problemlos vonstattengehen können. Seit 2011 laufen Experimente hinsichtlich von Lade-und Entladezyklen an einem ca. 30 Zoll großen Prototypen. Aus den ersten vorliegenden Ergebnissen lässt sich folgern, dass die Idee funktioniert. Als Nächstes planen die Wissenschaftler einen Prototypen mit einem Durchmesser von 10 m in einer Unterwasserumgebung zu testen. Das Konzept wurde veröffentlicht in IEEE Transactions. Als Autoren werden genannt:

Slocum, AH
Mech. Eng. Abt., Massachusetts Inst. von Technol., Cambridge, MA, USA
Fennell, GE; Dundar, G.; Hodder, BG; Meredith, JDC; Sager, MA

Quelle: http://web.mit.edu/newsoffice/2013/wind-power-even-without-the-wind-0425.html

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