Der weltgrößte Staudamm entsteht in Afrika!

Grand-Inga-Staudamm 40.000 Megawatt für AfrikaDoppelt so groß wie der Drei-Schluchten-Staudamm in China und mit einer Leistung von 40.000 Megawatt ist der Grand-Inga-Staudamm ein Projekt der Superlative, welches ca. 150 Kilometer vor der Mündung des Kongo-Flusses entstehen soll. Am Wochenende einigten sich die Vertreter der Demokratische Republik Kongo und ihre Partner aus Südafrika auf einen Baubeginn im Jahre 2015.

Ebenfalls in der Nähe des geplanten Standortes befinden die beiden Wasserkraftwerke Inga 1 & Inga 2. Inga 1 wurde 1972 in Betrieb genommen und verfügt über eine Leistung von 52 MW. Mit Inga 2 kam 1982 ein weiteres Wasserkraftwerk an den Inga-Fällen hinzu, welches eine Leistung von 178 MW erreicht. Die Inga-Fälle sind eine geologische Formation, an denen das Wasser des Fluss Kongo rund 100 Meter in die Tiefe stürzt. An seiner Mündung befördert der Kongo rund 42.500 m³/s in den Atlantik.

 

Für den neuen Staudamm plant man, den Fluss Kongo umzuleiten und ihn in einem anliegenden Tal, nördlich der Stadt Matadi aufzustauen. Die Staumauern der Anlage wären hierbei ca. 200 Meter hoch. Die Baukosten werden nach ersten Schätzungen auf 80 Milliarden US-Dollar (62 Milliarden Euro) beziffert und die Gesamtbauzeit soll sich auf 6 Jahre belaufen. Mit der Anlage könnten pro Jahr ca. 320 Terawattstunden erzeugt werden, dies entspricht in etwa der Leistung von 30 Atomkraftwerken.

Noch sind keine genauen Angaben darüber bekannt geworden, welche Länder sich an der Bauausführung bzw. der Finanzierung noch beteiligen. Mögliche Kandidaten hierfür wären China, Korea, Spanien und Kanada.

 

Bei dermaßen großen Eingriffen in ein vorhandenes Ökosystem darf man sicher auch die Gefahren nicht außer Acht lassen, die für Tiere, Menschen und sogar Mikroorganismen bestehen. Viele Fische könnten ihre angestammten Laichplätze nicht mehr aufsuchen, Menschen müssten zwangsweise ihre Heimat verlassen und selbst Viren und Bakterien könnten ganz neue Formen annehmen. Ebenfalls eine Gefahr besteht darin, dass die Gewässer schneller verschlammen und somit die Staudämme Imens an Leistung verlieren. Mit diesem Problem haben derzeit schon die beiden Anlagen Inga 1 & Inga 2 so zu kämpfen, so dass Sie nur noch ein Viertel ihrer Gesamtleistung erreichen.

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