Geoengineering | Fluch oder Segen

Geoengineering | Hey, Pippi Langstrumpf

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Geoengineering: Ähnlich wie einst um die Gentechnologie und deren Folgen gestritten wurde, könnte nun schon bald eine globale Diskussion über die Nutzung von Geoengineering entbrennen. Geoengineering ist das globale oder lokale Eingreifen des Menschen in die biogeochemischen oder geochemischen Kreisläufe, welche direkten Einfluss auf Wetterbedingungen, Klimaver-änderungen, Temperaturverhältnisse, Niederschläge, Verdunstung, Veränderungen des Lichtspektrums, der Lichtintensität und der Wasserzusammensetzung nehmen.

 

Fals Naturkatastrophen Alltag hilft dann Geoengineering

Nach dem der verheerende Wirbelsturm „Sandy“ Ende Oktober 2012 die Ostküste der USA verwüstet hat, mehren sich nun die Stimmen, die in Geoengineering einen möglichen Ausweg aus den Folgen der globalen Erwärmung sehen. Wissenschaftler vom California Institute of Technology arbeiten derzeit an Computer-Modellen, die simulieren, wie sich mit Geoengineering die Auswirkungen der globalen Erwärmung reduzieren lassen. Anders als ihre Vorgänger planen Sie Sulfat-Aerosole an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten in die Atmosphäre zu pumpen. Nach ihren Modellen könnte sogar eine Erholung der Arktis möglich sein.

Geoengineering neue Modelle vom Caltec entwickelt

Leider sind Computer-Modelle zum jetzigen Zeitpunkt noch recht ungenau und die Modellierung aller in der Natur vorkommenden Parameter extrem schwierig bzw. unmöglich. Selbst neuste Modelle arbeiten mit einem sehr groben Raster und weisen starke Schwankungen in ihren Vorhersagen auf. Die Gefahren, die von dieser Art von Technologie ausgehen, sind enorm. Besonders kritisch ist in diesem Zusammenhang zu sehen, dass es in Amerika bereits Firmen gibt, die diese Technologie ohne staatliche Kontrolle einsetzen. Als Beispiel sei hier die Verklappung von 100 Tonnen Eisenpartikeln vor der West-Küste Kanadas angeführt, die das Ziel hatte den Lachsbestand der Region zu erhöhen. Die Verklappung der Eisenpartikel führte zu einer Algenblüte, welche wiederum das überschüssige CO2 an der Meeresoberfläche aufnahmen. Eine kommerzielle Nutzung solcher Verfahren ist momentan von staatlichen Stellen nur begrenzt reglementiert bzw. fehlen entsprechende Gesetze ganz.

Die Zukunft des Geoengineering im Zusammenhang mit der globalen Erwärmung

In Zukunft wird es jedoch immer lukrativer werden, derartige Technologien einzusetzen. Ebenfalls wäre es möglich, dass Staaten sich dieser Technologie bedienen, um zum Beispiel die Niederschlagsmenge in ihren Ländern zu steigern und so die Ernteerträge zu erhöhen. Problematisch wäre dies natürlich für Länder, die daran angrenzen, schwerwiegende Konflikte wären vorprogrammiert. Auch wären sehr viel tief greifendere Eingriffe in Zukunft denkbar, insbesondere die Verschiebung ganzer Konvergenzzonen um die klimatischen Bedienungen von ganzen Regionen zu verändern.
Das Gefahrenpotenzial solcher Eingriffe ist mit unabsehbaren Risiken verbunden. Ganz Ökosysteme würden möglicherweise deshalb geopfert, weil die Menschheit nicht in der Lage ist, ein Leben im Einklang mit der Natur zu führen. Aus unserer Sicht sollte, ein Einsatz dieser Technologie für rein kommerzielle Zwecke mit strickten Strafen belegt werden. Aus der Chaostheorie („Vorhersagbarkeit: Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?“) lässt sich folgern, dass schon kleinste Eingriffe unabsehbare Folgen haben könnten und deshalb fordern wir, den Einsatz weltweit zu verbieten bzw. nur in absoluten Notfällen zu erlauben.

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