Atommüll nach Süddeutschland

EU Kommissar Günther Oettinger bringt Süddeutschland als Atommüll-Endlager ins Gespräch.

EU-Energiekommisar bevorzug Süddeutschland als Atommüllendlager

Gegenüber den „Stuttgarter Nachrichten“ ließ der EU Kommissar verlauten, dass er Süddeutschland als Atommüllendlagerstätte für sinnvoll hält. Erst Ende letzten Monats, beschloss der Bundestag die Suche nach einem geeigneten Endlager für den Atommüll voranzutreiben. Die Kosten für die Suche belaufen sich auf ca. 2 Milliarden €.

 

Als Alternative für Gorleben bringt der EU-Energiekommisar Süddeutschland ins Spiel.Bis 2015 soll eine Kommission die aus 33 Mitgliedern von Bund und Ländern besteht die Kriterien ausarbeiten, welche für die Standortsuche ausschlaggebend sind. Für das Jahr 2031 ist geplant, den neuen Endlagerstandort im Bundestag und Bundesrat zu ratifizieren. Seit 1977 wird der überwiegende Teil des in Deutschland anfallenden Atommülls im Salzstock Gorleben untergebracht. Die Meinungen hinsichtlich der Sicherheit des Salzstocks gehen jedoch weit auseinander.

 

Noch muss die neue Endlagersuche vom Bundesrat bestätigt werden. Der ehemalige Ministerpräsident Baden-Württembergs und jetzige EU-Energiekommissar Günther Oettinger empfiehlt, nun bei der Standortsuche Süddeutschland zu bevorzugen. Hintergrund sind neben der Frage der Sicherheit, auch die beispielhaften Lösungen, wie zum Beispiel in Finnland. Laut einem Zitat des EU-Energiekommissars Günther Oettinger eignen sich die dortigen geologischen Verhältnisse wesentlich besser, als jene am Standort Gorleben. Zitat: "Dort wird der Atommüll wie in einer begehbaren Tiefgarage eingelagert. Das hätte den großen Vorteil, dass unsere Enkel vielleicht bessere Ideen zur Endlagerung haben und man darauf, reagieren kann." Für diese Lösung kämen nur Gesteinsschichten als Lagerplatz infrage. "

 

Noch ist fraglich, wie die Standortentscheidung letztlich ausfallen wird. Mit Sicherheit kann man aber schon heute sagen, dass es massive Bürgerproteste und langwierige Genehmigungsverfahren geben wird, ist letztlich ein geeigneter Standort feststeht bzw. entstehen kann. Der schrittweise Ausstieg aus der Atomenergie dürfte auch dazu führen, dass die beim Rückbau der Atomkraftwerke entstehenden radioaktiven Materialien einer Endlagerung bedürfen. Die Größe des Endlagers muss schon im Vorfeld dem anfallenden Müll Rechnung tragen und auch in Zukunft anfallenden radioaktiven Abfällen genügend Platz bieten.

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